Ergebnisse der Videokonferenz (16.09.2020)

Liebe Interessenten der Vereinigung der Kitaleitungen SH,

liebe Mitglieder der Vereinigung der Kitaleitungen SH,

Erstmal möchten wir uns für den Austausch bei der Videokonferenz Mitte September 2020 herzlich bedanken. Wir haben so viel positiven Zuspruch erhalten, dass sich die Vereinigung gegründet hat und es nun ein Forum für die Kitaleitungen gibt. Das hat uns sehr gefreut.

Die Themen, die uns allen wichtig sind, konnten angesprochen werden und werden nun dort platziert, wo man die Anmerkungen und Fragen auch hört und ggf. gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft sucht.

Themen die aus der Videokonferenz am 16.09.2020 entstanden sind:

  1. Die Verfügungszeiten wurden stark gekürzt. Dies spricht gegen eine Qualitätsverbesserung. In welchen Bereichen soll gekürzt werden? Die reduzierte Verfügungszeit ist fast nur ausreichend für eine Fachkraft.
  2. Fachkräftemangel: Wie gewinnt man Fachkräfte? Wie gestaltet sich die PIA Ausbildung? Es braucht mehr Werbung/Informationen an die Träger
  3. Im Kitagesetz sind die Pausen nicht eingerechnet. Bsp.: bei einer 4-gruppigen Einrichtung ca. 20 Std. Dies ist nicht im Personalbedarfsrechnung einbezogen. Pausenvertretung fehlt im Personalschlüssel! Ist die Pausenregelung nicht miteinbezogen, kann der 2,0 Schlüssel nicht gehalten werden!

(konkretes Beispiel einer Kita: 3,5 Std Pause am Tag der Vollzeitkräfte. Macht 17,5 Std pro Woche. 12 Mitarbeiter, 2 FSJ, 1 päd. Hilfskraft—– Pause der FSJler 1,5 Std pro Tag—)

  1. Wie soll die Dokumentation bezüglich der Einhaltung des Stellenschlüssels geschehen? Es braucht ein Tool.
  2. Schließzeiten: Personalschlüsselrechnung bezieht sich auf Schließtage. Wie erfolgt die Rechnung, wenn an den Schließtagen arbeiten? (Prozesstage, Teamtage) Was ist mit Heiligabend und Sylvester? Der TVÖD sagt etwas Anderes! (Hier wurde auch der Blick auf das Kind vergessen!!)

20 Schließtage sind sehr wenig insbesondere, wenn es gleichzeitig eine Erhöhung von durchzuführenden Standards (zum Beispiel: Fachberatung) gibt. Hier passt eine Reduzierung nicht zu der quantitativen Erhöhung von qualitativen Standards! Treffen außerhalb der Dienstzeit führt zu weiteren Überstunden, die bei dünner Personaldecke nur schwer auszugleichen sind.

  1. Wir sind wieder bei 1. und 2. Kraft durch die neue Finanzierung!!! Finanziert werden ein Erzieher und eine SPA. Bei dem Fachkräftemangel, können die Einrichtungen nicht noch auf den beruflichen Abschluss achten. Vorrang hat, dass ein Bewerber zu dem Konzept, dem Team passt und benötigte Qualifikationen vorweist.
  2. Welche Gemeinde wird über dem Mindeststandard finanzieren? Hier müssten die Gemeindevertreter (insbesondere bei Ehrenämtlern) mehr Informationen erhalten! Gefahr, dass Standards sinken.
  3. Es braucht mehr Informationsveranstaltungen zum Thema „Finanzierung“.

Diese Themen haben Heidrun Hoepken und ich mit in das Gespräch am 22.09.2020 mit Frau Katja Rathje-Hoffmann, Vorsitzende des Fraktionsarbeitskreises „Sozialpolitik“ der CDU-Landtagsfraktion genommen. Anwesend waren auch Frau Malgorzata Bardua, wissenschaftliche Referentin und Frau Andrea Tschacher, die im Arbeitskreis die Themen Menschen mit Behinderung und Drogen/Sucht vertritt. 

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